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Innentüren sind mehr als nur ein Durchgang: Sie sind zentrale Gestaltungselemente, heben den Einrichtungsstil der Wohnung hervor und spiegeln den Charakter eines Zimmers wieder.

Moderne Türen vereinen gutes Design mit pfiffigen Lösungen, wie etwa Schiebe- oder Falttüren. Aktuell sind geradlinige Formen sehr populär – welche Lösungen Ihnen dabei zur Verfügung stehen, lesen Sie im Folgenden.

Überlegungen vor dem Kauf der Innentüren

Jedes Zimmer besitzt eine oder mehrere Türen – im Gegensatz zu anderen Wohn-Accessoires, die nur einmalig in Ihrer Wohnung vorkommen (wie etwa die Arbeitsplatte in der Küche). Das Dekor sollte also zum gesamten Einrichtungsstil passen. Noch wichtiger als die Optik ist allerdings die Widerstandsfähigkeit der Zimmertüren.

Weil sie täglich beansprucht werden, sollten Innentüren in erster Linie robust sein – schließlich erfüllen sie gleich mehrere Funktionen: Sie dienen

und sollten zu alledem auch noch ästhetisch wirken. Innentüren sind also mehr als nur Bauelemente; Ihre Auswahl will gut überlegt sein und keinem kurzlebigen Trend folgen, da sie das Erscheinungsbild der Innenräume über viele Jahre hinweg prägen.

Aktuelle Zimmertür-Varianten im Überblick

Der Einheitsbrei der immer gleichen Zimmertür in Weiß hat längst ausgedient. Von der Ganzglastür über Designtüren für Individualisten bis hin zu Landhaustüren aus Echtholz ist alles erlaubt, was Ihrem persönlichen Stil entspricht und gefällt.

Modern und neutral: Weißlack-Türen

Eine Innentür aus Weißlack ist die Allzweckwaffe beim Innendesign. Sie passt zu praktisch jedem Stil, ist gleichzeitig elegant und unaufdringlich. Der Unterschied zu den herkömmlichen Türen mit weißem Furnier, wie man sie in den meisten Mietwohnungen findet, liegt in raffinierten Details.

Sehr modern wirken Zimmer- und Wohnungseingangstüren ohne Zargen (auch als Tapetentüren bekannt). Die Oberfläche der Komplettelemente fügt sich unauffällig in die Wand ein; der Effekt wird noch verstärkt durch weiße Türgriffe. Am besten kommen sie zur Geltung bei dunklen Möbeln und Bodenbelägen sowie farbig gestrichenen Wänden – oder ganz puristisch in hellen, von Weißtönen dominierten Räumen.

Scheinbar schwerelos: Ganzglastüren

Aus Sicherheitsgründen werden Glastüren aus Einscheibensicherheitsglas (ESG) hergestellt; dies macht sie besonders widerstandsfähig gegen Stöße und Schläge. Gleichzeitig wirken sie fast schwerelos und sind damit genau das Richtige für helle, offene Wohnkonzepte: Optisch verbinden Glastüren die einzelnen Wohnbereiche, funktional trennen sie sie jedoch voneinander.

Für sensible Bereiche wie z.B. das Badezimmer sind Türen mit schaltbarem Glas erhältlich; die Glaselemente lassen sich dabei per Knopfdruck von transparent auf Milchglas umschalten. Mithilfe von

  • integrierter LED-Beleuchtung
  • gravierten Motiven
  • Rillenschliff
  • innenliegender Fotofolie

entstehen ganz individuelle Designtüren; transluzente Farben sorgen für eine partielle Lichtdurchlässigkeit.

Platzsparend und praktisch gleichermaßen sind Glasschiebetüren: Sie gleiten nahezu lautlos zur Seite, je nach Modell wahlweise vor der Wand oder in die Wand hinein. Damit sind Schiebetüren nicht nur schick, sondern eignen sich darüber hinaus auch hervorragend für barrierefreies Wohnen.

Von antik bis rustikal: Zimmertüren in Holz-Optik

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Ganz klassisch sind Holzoberflächen, etwa bei Sprossentüren, die den Landhausstil gut widerspiegeln, oder Kassettentüren für Altbauwohnungen. Solche Stiltüren ergeben eine angenehme Wohnatmosphäre mit warmem Retro-Charme und sind als Komplettelemente oder Maßanfertigungen erhältlich; Nebeneingangstüren und eine Haustür mit entsprechendem Dekor runden das Gesamtbild ab.

Neben der klassischen Massivholz-Zimmertür liegen momentan auch robuste, naturgetreu abgebildete Laminat-Dekore sowie Türen mit Prägefurnier schwer im Trend. Letztere verfügen über eine sehr angenehme Oberflächenstruktur, die sich auch mit modernem Wohndesign gut verträgt – besonders als puristische Innentür mit klarem Übergang zwischen Wand und Türblatt.

Besonders edel: Raumhohe Innentüren

Momentan gelten deckenhohe Türen als Inbegriff modernen Wohnens, vor allem in Kombination mit bodentiefen Fenstern. Der Verzicht auf den Wandabschnitt über dem Türsturz ergibt ein neues Raumgefühl mit harmonischer, ruhiger Wirkung.
Die Zimmertür verfügt über ein extra langes Türblatt, das meist in schmale Zargen eingepasst ist; für einen edlen Look sollten jedoch alle Türelemente flächenbündig sein, sprich: Zarge, Türblatt und Wand liegen in einer Ebene.

Lebendig: Zimmertür mit Materialmix

Innentüren, die aus einem Materialmix bestehen (also mehrere Baustoffe kombinieren), ergeben eine lebendige Raumwirkung mit frischem Design. Neben der bewährten Holz-Glastür liegen aktuell Aluminium-Holztüren im Trend. Weil sie über gute Schall- und Wärmedämmwerte verfügen, eignen sie sich auch als Schallschutztüren, die zum Treppenhaus, zu Arbeitsräumen oder zum Hausflur führen.

Klare Linie – Stilbrüche vermeiden

So vielfältig wie die Geschmäcker ist mittlerweile auch das Türenangebot. Für welche Art Sie sich letztlich auch entscheiden – die wichtigste Regel lautet: Achten Sie auf einen durchgängigen Stil! Auch die schönste Zimmertür kommt nur zur Geltung, wenn Sie dazu die passenden Fenster kombinieren. Und falls Sie unsicher sind, stehen wir Ihnen gerne mit einer Fachberatung unterstützend zur Seite!

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