Die Eingangstür ist nicht nur Visitenkarte und Gesicht jedes Hauses – sie erfüllt auch eine zentrale Funktion im Hinblick auf die Sicherheit und den Wärmeschutz.

In unserem Artikel lesen Sie, worauf Sie beim Kauf achten sollten und was eine ideale Haustür ausmacht.

Erster Eindruck: Material und Optik der Eingangstür

Die Eingangstür bestimmt den ersten Eindruck eines Besuchers – sie sollte das Gebäude aufwerten und zum jeweiligen Hausdesign passen. Ob ganz klassisch aus Holz, aus Kunststoff oder Aluminium: Nichts prägt das Bild mehr als das verwendete Material.

Achten Sie beim Kauf unbedingt auf eine hohe Witterungsbeständigkeit; diese bestimmt die Lebensdauer Ihrer Haustür maßgeblich. Am höchsten ist die Beständigkeit bei Aluminium-Haustüren. Die Mindeststandards hierfür regelt die Produktnorm DIN EN 14351-1 (Fenster und Außentüren) – achten Sie also auf eine entsprechende Kennzeichnung. Zusätzlicher Pluspunkt von Aluminiumtüren: Sie sind in jeder RAL-Farbe erhältlich.

Eingangstüren mit oder ohne Verglasung

Neben der Entscheidung für ein Alu-, Kunststoff- oder Holzdekor hängt das Erscheinungsbild des Hauseingangs auch davon ab, ob Sie sich für eine verglaste oder unverglaste Tür entscheiden. Fensterlose Türen bieten sich an, wenn der Einbruchschutz im Vordergrund steht – ein Fenster hingegen beleuchtet die Diele mit natürlichem Licht und setzt Akzente.

Moderne Bauformen setzen in der Regel auf Mattglas-Elemente mit strenger Geometrie und Rillenschliff; bei älteren Bauten oder Häusern im Landhausstil bietet eine Bleiverglasung mit individuellem Glasmotiv die Möglichkeit einer ganz persönlichen Gestaltung.

Übrigens: Ganz gleich, für welche Verglasungsart Sie sich entscheiden – wählen Sie unbedingt Wärmeschutzglas mit einem niedrigen U-Wert, um unnötige Wärmeverluste durch die geschlossene Hauseingangstür zu vermeiden!

Rahmen, Griffe und Beschläge

Neben Material und Glas bestimmen auch Tür-Oberfläche und Außenprofilformen das Erscheinungsbild Ihres Hauseingangs entscheidend mit. Besonders minimalistisch und elegant wirkt er, wenn die Zarge bündig mit der Fassade abschließt; entsprechend schlicht sollten Sie das Design des Beschlags wählen.

Beim Landhausstil hingegen dürfen Türrahmen und Zargen-Applikationen ruhig etwas rustikaler gestaltet sein; gut dazu passen Türblätter mit Kassetten- oder Sprossenoptik. Bei den Griffen ist alles erlaubt, was gefällt – von antiken Messinggriffen bis hin zum Materialmix aus Metall, Email und Holz.

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Unverzichtbar: Effektiver Einbruchschutz

Der Sicherheitsaspekt spielt gerade bei der Haustür eine zentrale Rolle – unumgänglich ist daher ein solider Einbruchschutz. Hauptkriterien sind dabei

  • einbruchsichere Glaselemente
  • aufborhemmender Profilzylinder
  • abhebelsichere Beschläge
  • mehrpunktverriegeltes Schloss.

Die DIN EN 1627 teilt neue Haustüren in 6 Widerstandsklassen (Resistance Classes, RC 1 – RC 6) ein; diese lösen die alten Widerstandsklassen (WC 1-6) ab. Die Polizei-Initiative „Zuhause sicher“ empfiehlt für private Wohngebäude mindestens einen Einbruch-Widerstand der Klasse RC 2.

Nachrüstung eines Einbruchschutzes

Für alte Haustüren oder solche, die kein RC-Siegel tragen, sind entsprechende Nachrüstsätze erhältlich. Zu empfehlen ist das Nachrüsten von

  • Zusatz- bzw. Querriegelschlössern oder eine Mehrfachverriegelung
  • Profilzylinderschlössern (am besten mit Bohrschutz)
  • Schutzbeschlägen mit Zylinderabdeckung oder Bohr-/Ziehschutz.

Zudem ist es möglich, alte Türblätter gegen neue, massive auszutauschen oder ein schwaches Türblatt zu verstärken.

Auf hohe Energieeffizienz achten

Eine Hauseingangstür sollte möglichst keine Wärme nach draußen entweichen lassen; deshalb ist ein hoher Wärmeschutz das A und O – und dieser hängt in erster Linie vom Rahmenmaterial ab. Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) sollte keinesfalls größer als 1.5 W/(m2K) sein – je kleiner, desto besser. Eine Passivhaus-Tür erreicht gar Wärmedämmwerte von bis zu 0.6 W/(m2K).

Tipp: Damit keine Zugluft entsteht, sollte die Türkonstruktion luftdicht schließen. Ideal ist eine Ausrüstung mit zwei umlaufenden Dichtungen und zusätzlich einer absenkbaren Bodendichtung. Eine sorgfältige Abdichtung garantiert zugleich einen guten Schallschutz, der Straßenlärm aus Ihrer Wohnung verbannt.

Sicherer und barrierefreier Eingang

Bei einem barrierefreien Hauseingang gibt es keine Stolperfallen. Die Fußmatten sollten deshalb sowohl an der Außen- als auch an der Innenseite möglichst in den Boden eingelassen sein. Ebenso wichtig ist eine schwellenlose Montage des Türrahmens.

Zugang kontrollieren

Damit Sie von innen sehen, wer gerade vor der Tür steht, haben Sie verschiedene Möglichkeiten: Die einfachste ist ein Weitwinkelspion mit einem Winkel von mindestens 180°. Deutlich komfortabler ist eine Türsprech- und Klingelanlage mit optischem Signal und einer Videokamera: Diese ist standardmäßig über fest installierte (bei einem Smart Home-System sogar über mobile) Geräte bedienbar.

Umfassende Sicherheit gewährleistet eine Alarmanlage; am wichtigsten jedoch sind Nebenlichter mit einem Bewegungsmelder am Eingang: Diese schrecken nicht nur potentielle Einbrecher ab, sondern gewährleisten außerdem einen sicheren Hauszugang nach Einbruch der Dunkelheit.

Vordächer: Praktisch und ästhetisch zugleich

Lassen Sie Ihre Gäste nicht im Regen stehen! Eine Überdachung über dem Eingang bietet Schutz vor Wind und Wetter und ist gleichzeitig ein optischer Gewinn: Dank unterschiedlicher Materialien und Konstruktionsformen dient ein modernes Vordach als regelrechtes Designelement; es macht Ihren Eingangsbereich zum Blickfang und zur eindrucksvollen Visitenkarte des Hauses.

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