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Auch wenn Aluminiumfenster bislang nicht so populär sind wie Kunststofffenster: Im modernen Hausbau und bei Gewerbeimmobilien setzen sich Alu-Fensterrahmen immer stärker durch. Gründe dafür sind einerseits das edle Erscheinungsbild von Aluminiumfenstern, das perfekt zur zeitgenössischen Architektur passt – andererseits aber auch ihre Witterungsbeständigkeit und Langlebigkeit.

Vor- und Nachteile von Aluminiumfenstern im Überblick

Leicht, stabil, robust und witterungsbeständig: Aluminium ist der ideale Werkstoff für hochwertige Fenster. Die einzelnen Eigenschaften, die einen Aluminiumrahmen zum idealen Fenster machen, haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

Ausgezeichnete Stabilität und Wärmedämmung

Fenster aus Aluminium sind ausgesprochen formfest und stabil; deshalb bestehen große Fensterkonstruktionen sowie die Fensterrahmen von Hochhausfassaden in der Regel aus diesem Metall; auch

stellt man häufig daraus her. Da Aluminium nicht brennbar ist, genügt es auch strengsten Brandschutzanforderungen.

Zudem zeichnen sich zeitgemäße Ausführungen durch einen geringen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von 1.3 W/m2K oder weniger aus; seine gute thermische Leitfähigkeit macht Aluminium im Fensterbau zur idealen Kombinationsmöglichkeit mit anderen Werkstoffen: Durch Alu-Kunststoff-Fenster oder Holz-Alu-Fenster optimieren Sie den Wärmeschutz Ihres Hauses.

Wartungsarm und pflegeleicht

Alufenster benötigen kaum Pflege und sind nahezu wartungsfrei; im Gegensatz zu einer Holzoberfläche müssen Sie sie weder streichen noch regelmäßig sanieren. Besser noch: Weil die Aluminiumschale nicht ausbleicht, sehen die Fenster auch nach Jahren noch wie neu aus.

Nachteile: Anschaffungskosten und Ökobilanz

Zu den Nachteilen von Aluminiumfenstern zählt ihr hoher Anschaffungspreis; dieser liegt deutlich höher als bei Kunststofffenstern, der preisgünstigsten Alternative.

Ein zweischneidiges Schwert ist außerdem die Ökobilanz von Alufenstern: Zwar sind sie zu 100 % recyclebar und haben eine Lebensdauer von vielen Jahrzehnten; für die Herstellung jedoch ist sehr viel Energie nötig, sodass es aus ökologischer Sicht deutlich bessere Optionen (wie z.B. Holzfenster) gibt.

Modelle und Varianten von Aluminiumfenstern

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Moderne Alufenster sind in den unterschiedlichsten Bauformen erhältlich – vom einflügeligen, rechteckigen Drehkipp-Fenster bis hin zum mehrflügeligen Bogenfenster, in allen möglichen Stilen und Ausformungen – selbst im Denkmalschutz kommen Alu-Holzfenster zum Einsatz. Charakteristisch ist die typische Beschichtung; zudem gibt es unterschiedliche Optionen für den Schall-, Einbruchschutz sowie für eine verbesserte Energieeffizienz.

Oberflächenbehandlung von Alu-Profilen

Typisch für Aluminiumfenster ist die widerstandsfähige, farbige Oberflächenbeschichtung in allen RAL-Farben und unterschiedlichen Ausführungen. Bei der Pulverbeschichtung werden die Profile zunächst entfettet und gereinigt, bevor die Oberfläche veredelt wird; anschließend wird sie im Ofen gehärtet.

Alternativ wird das Eloxal-Verfahren (die Elektrolytische Oxidation von Aluminium) angewendet: Dabei entsteht durch Anodisierung ein Korrosionsschutz. Dieser dient zugleich als Untergrund für die farbige Oxidschicht, die im Elektrolysebad entsteht und anschließend verdichtet wird. Ziel dieses Verfahrens ist eine

  • korrosionsbeständige
  • dekorative
  • natürlich wirkende

Beschichtung der Aluminiumprofile. Daneben sind weitere Oberflächendesigns möglich wie etwa Edelstahl- oder Hochglanzoptik; selbst Holzdekore lassen sich auf ein Aluminiumfenster brennen.

Verbesserte Einbruchhemmung

Alurahmen sind äußerst stabil und bieten daher ganz automatisch einen guten Sicherheitsfaktor. Die meisten Aluminiumfenster verfügen zudem über einen integrierten Einbruchschutz, z.B. durch eine Pilzkopfverriegelung. Daneben gibt es selbstverständlich auch spezielle Sicherheitsfenster und -türen aus Aluminium, die über eine entsprechende Verglasung sowie abschließbare Griffe verfügen.

Übrigens: Die höchste Sicherheit bieten Fenster mit Festverglasung (und somit ohne bewegliche Flügel), wie man sie z.B. von Kellerfenstern kennt; selbstverständlich sind diese auch mit Alurahmen verfügbar.

Auf Energieeffizienz achten – Isoliergläser verwenden

Früher wurden Aluminiumfenster aus einem Stück gefertigt; daher waren ihre U-Werte vergleichsweise hoch. Heutige Modelle hingegen besitzen Kunststoffstege, welche die Entstehung von Kältebrücken reduzieren und somit die Wärmedämmung (und ganz nebenbei auch den Schallschutz) deutlich verbessern.

Die beste Rahmenkonstruktion ist allerdings wirkungslos, wenn man sie mit schlecht isolierendem Fensterglas kombiniert. Setzen Sie deshalb unbedingt auf Wärmeschutzglas, das den Anforderungen der EnEV 2014 genügt – selbst der Passivhaus-Standard ist bei Alufenstern mittlerweile kein Problem mehr.

Die Mehrinvestition für Energiesparfenster können Sie durch eine entsprechende KfW-Förderung deutlich verringern; gerne beraten wir Sie ausführlich über unsere Fenster, vermitteln Ihnen auf Wunsch den Kontakt zu einem unabhängigen Energieberater – und helfen Ihnen, die entsprechenden Töpfe zu öffnen!

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